Wasserleitung Lauerz > Meggen

Zu Beginn des 19. Jh. war das „Nervenfieber“ eine häufig auftretende Krankheit bei den Meggern. Nebst dem Zustand einer geistigen Umnebelung und lang anhaltendem Durchfall führte meist folgendes hohes Fieber zum Tod. Typhusbakterien (Salmonellen) werden vorwiegend durch verunreinigte Nahrungsmittel oder verschmutztem Wasser übertragen.

Während Napoleons Russlandfeldzugs 1812 starben bspw. 90% der Soldaten, ein grosser Teil, so wird vermutet, an Typhus. Die WHO schätzt im Jahre 2021, dass rund 17 Mio. Menschen jährlich an Typhus erkranken und etwa 600’000 daran sterben. Der letzte Typhusfall der in der Schweiz zum Tod führte war 1987.

Die wirksamste Massnahnme um Typhuserkrankungen zu vermeiden ist die Prävention durch Hygienemassnahmen und einer „sauberen“ Trinkwasserversorgung.

Um die Megger Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser zu versorgen, entschloss man sich für den Bau einer 23Km langen Wasserleitung vom Lauerzerberg bis nach Meggen. Durch den natürlich gegebenen Höhenunterschied fliessen so seit 1910 jährlich rund 900 Mio frisches Bergwasser in die Megger Haushalte.

Stand 13.04.2021

Quellgebiet Lauerzerberg

Ottenfang
Lindauer
Chamersboden
Spätzeren

Diese liegen zwischen 840 und 860 M.ü.M.

Leckortung

Meggen nutzt ioT zur Leckortung:

https://www.aquaetgas.ch/wasser/trinkwasser/20171128_ag12_trinkwasser_fa-l%C3%B6tscher_internet-des-wassers/
=> Auszug aus dem Artikel vom 29.11.2017

Presse, Medien & Publikationen